Beschreibung
Agile Verfahren sind, richtig angewandt, eine gute Sache. Allerdings wurden etliche Aussagen des agilen Manifests und anderer Dokumente von Anhängern (oder Gegnern? Egal...) agiler Verfahren ins Extrem überzogen oder sonstwie verfälscht. Solche Mythen, die manchmal verbreiteter sind als die wahren Grundlagen, wollen wir aufdecken und vor allem vor unserem Erfahrungshintergrund diskutieren. Dazu gehören:
* Es fehlt ein wissenschaftlicher Beweis für die Wirksamkeit agiler Verfahren.
* In agilen Projekten gibt es kein Management.
* Alle Mitglieder eines agilen Projekts haben die gleichen Kompetenzen.
* Modelle und andere konzeptionelle Dokumente sind zu vermeiden.
* Der Product Owner kann völlig souverän über Features und Prioritäten entscheiden.
* Fachliche Vorgaben entstehen zwanglos im Sprint-Rhythmus.
* Zielvorgaben können ungestraft verändert werden.
Zu jeder These gibt es einen kurzen Impulsvortrag, der sie zu widerlegen sucht. Dann gehen wir in den Erfahrungsaustausch mit den Teilnehmern. Das erste Thema ist gesetzt, über die Reihenfolge der weiteren stimmen die Teilnehmer zu Beginn ab.
Referent*innen
Thomas Matzner
Berater für Systemanalyse
Thomas Matzner ist Diplom-Informatiker und seit 1992 selbständig. Sein Hauptarbeitsgebiet ist die Konzeption von Informationssystemen. Er arbeitet als Requirements Engineer, Product Owner, Business Process Manager und Business Analyst. Sein Interesse an Informatikethik wurde zum einen durch die Vielzahl oberflächlicher und einseitiger Publikationen zu dem Thema geweckt, zum anderen durch die eigene Erfahrung, wie Informatiksysteme entwickelt und betrieben werden und welche Quellen für Schadwirkungen dabei entstehen. Er ist Autor eines Buchs über Informatikethik und verantwortlich für den Aufbau eines Wahlpflichtfachs Informatikethik an der TH Nürnberg.
siehe auch http://tamatzner.de.