Beschreibung
Als Folge des Datenmissbrauchs durch mächtige Staaten und Großkonzerne wird unter anderem die Idee eines hippokratischen Eids diskutiert, mit dem Informatiker, ähnlich wie Ärzte, sich verpflichten sollen, ihren Mitmenschen keinen Schaden zuzufügen. Vor einem solchen Eid müsste ein gesellschaftlicher Auftrag an die Informatik stehen. Wie wird ein solcher Auftrag wohl aussehen? Die Menschen fordern: sicher, zuverlässig, beherrschbar. Sie kaufen: bequem, schick, billig. In diesem Vortrag gehe ich der Frage nach, wieso sich Informatiker und der Rest der Welt schwer tun, einander zu verstehen und was wir tun können, um zukünftig mehr Vertrauen in die Produkte der Informatik zu schaffen.
Thomas Matzner war langjähriges, aktives Mitglied des Regionalgruppenteam und es freut uns das er kurzfristig diesen Vortrag bei uns hält.
Referent*innen
Thomas Matzner
Berater für Systemanalyse
Thomas Matzner ist Diplom-Informatiker und seit 1992 selbständig. Sein Hauptarbeitsgebiet ist die Konzeption von Informationssystemen. Er arbeitet als Requirements Engineer, Product Owner, Business Process Manager und Business Analyst. Sein Interesse an Informatikethik wurde zum einen durch die Vielzahl oberflächlicher und einseitiger Publikationen zu dem Thema geweckt, zum anderen durch die eigene Erfahrung, wie Informatiksysteme entwickelt und betrieben werden und welche Quellen für Schadwirkungen dabei entstehen. Er ist Autor eines Buchs über Informatikethik und verantwortlich für den Aufbau eines Wahlpflichtfachs Informatikethik an der TH Nürnberg.
siehe auch http://tamatzner.de.